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6,8 Prozent mehr Fahrgäste in Bussen und Bahnen

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Bei Bussen und Bahnen geht es weiter aufwärts: Im vergangenen Jahr zählten die Stadtwerke (DSW) 138,9 Mio. Fahrgäste - 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Als Hauptgründe für die weiterhin positive Entwicklung erden die Inbetriebnahme der Ost-West-Stadtbahnstrecke, ein verbessertes Bus-Angebot und das Sozialticket genannt.

Fahrgast-Zählungen hätten gezeigt, dass allein die Ende April gestarteten neuen Stadtbahn-Linien U 43 und U 44 in der Innenstadt ein Plus von rund 10 Prozent beschert hätten. Ein besonderer Erfolg sei auch die seit Juni neu eingerichtete Schnellbus-Linie von Kirchlinde in die City.

Etwa die Hälfte der Fahrgast-Steigerung führen die Stadtwerke aber auch auf das seit Februar 2008 geltende Sozialticket für nur 15 Euro im Monat zurück. Ende des Jahres gab es hier 22 962 Abonennten.

Die Einführung des Biligticket habe auf der anderen Seite aber zu Einbrüchen bei den Einnahmen geführt. So haben die Stadtwerke sowohl weniger reguläre Monatstickets als auch Einzel- und Mehrfahrkarten im Barverkauf abgesetzt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass viele Sozialticket-Nutzer früher diese Fahrkarten gekauft hätten - jeder vierte etwa ein Monatsticket im Abo.

Verkehrsdefizit liegt bei 61,1 Mio. Euro

In Euphorie wollte Stadtwerke-Vorstandschef Guntram Pehlke daher trotz der guten Zahlen nicht verfallen. Denn das Defizit, das Busse und Bahnen einfahren, liegt zwar um etwa eine Million Euro niedriger als 2007, aber immer noch bei 61,1 Mio. Euro. Anlass für Pehlke, noch einmal vor neuen Wünschen und finanzielle Anforderungen an DSW zu warnen. Man habe keinen finanziellen Spielraum mehr. "Wir sind von Seiten des Eigentümers nicht weiter belastbar."

Indirekt zielt Pehlke damit wohl auch auf Bestrebungen für eine Nachfolgerregelung zum Sozialticket ab, das Ende Januar 2010 ausläuft. Ursprünglich sollten mögliche Mehrkosten nach dem Wunsch der Politik von den Stadtwerken getragen werden. Jetzt stellt DSW der Kämmerin für 2008 4,9 Mio. Euro in Rechnung. Und für 2009 steht eine Forderung von rund 7 Mio. Euro in Aussicht.

Quelle: RN vom 13.03.09

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