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Alg II-Empfänger: Niemand muss bisher umziehen

Anfang des Jahres geisterten sie durch den Blätterwald, die abertausenden Bezieher von Arbeitslosengeld II, die aus ihren zu großen und zu teuren Wohnungen vertrieben werden und klein und bescheiden künftig auf wenigen Quadratmetern ihr Dasein fristen müssen. --- Bericht in Ruhr-Nachrichten vom 02.05.05


Der RN-Artikel hat sich 2 Tage später als Falschmeldung herausgestellt   -   siehe WR-Artikel vom 04.05.05



Fakt ist für Dortmund: "Wir haben bis dato noch nicht einen einzigen ALG-II-Bezieher aufgefordert, sich eine neue Wohnung zu suchen", so die zuständige Pressesprecherin der ARGE, Daniela Karlic - (Foto 1). Immerhin gibt es aktuell in unserer Stadt 54 863 Alg-II-Bezieher.

"Das Thema hatte für uns erst mal nicht Priorität", betont Sozialamtsleiter Peter Bartow - (Foto 2). Zurzeit erfolge eine Datenerhebung, dann die Auswertung. Er glaubt jedoch nicht, dass die Mieten beim Großteil der Alg II-Bezieher über denen der früheren Sozialhilfeempfänger liegen. Das man mit dieser Prognose wohl richtig liege, zeigten erste Erkenntnisse der Agentur für Arbeit.

Auch für die Zukunft rechnet Bartow somit nicht damit, dass Alg II-Bezieher im großen Stil die Umzugskartons packen müssen. Im Übrigen halte man sich an die versprochene Schonfrist, so dass frühestens 2006 das Thema in Einzelfällen akut werden könnte. Letztlich will man weiterhin Augenmaß beweisen. "Selbst wenn man einen Ausreißer hat, der eine exorbitant hohe Miete zahlt, muss man sich dessen Situation ansehen." Habe er gute Chancen, bald wieder einen Job zu finden, mache ein Umzug wenig Sinn, so Bartow.

Auch - Helmut Lierhaus, Vorstandssprecher vom Mieterverein, meint: "Ich sehe keine Umzugswelle auf uns zurollen." Es sei abzuwarten, ob die Stadt für die Zukunft vernünftige Vorgaben bei den Unterkunftsgrenzen mache. Sollten sich bei einem Alg-II-Empfänger Probleme abzeichnen, empfiehlt Lierhaus, das Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter zu suchen - kiwi

Quelle: Ruhr-Nachrichten vom 02. Mai 2005

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