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easyJet: Reisende von Streik bedroht

Dies könnte die Pläne vieler Urlauber in Dortmund durcheinander bringen: Im Streit um die geplante Standortschließung des britischen Billigfliegers easyJet greifen mehrere Dutzend Beschäftigte zum letzten Mittel: sie legen die Arbeit nieder.

Bereits am Dienstag traten die Mitarbeiter am Flughafen in den Bummelstreik. Bis Donnerstag wird an Bord der Maschinen kein Passagier mehr bedient. Ab Freitag soll dann die Gangart verschärft werden. Aus dem "Dienst nach Vorschrift" wird ein handfester Streik. Fürs Erste wollen die easyJet-Mitarbeiter an fünf Tagen keinen Finger mehr rühren - am 17., 19., 21., 23. und 25. Oktober.

Mit dem Streik wollen die Beschäftigten laut ver.di-Sekretär Jörg Koburg Nachbesserungen bei den Auflösungsverträgen sowie bessere Alternativangebote erreichen. ver.di fordert außerdem für easyJet in Deutschland den Abschluss von Arbeitsverträgen nach deutschem Arbeitsrecht. Bislang haben die Beschäftigten britische Arbeitsverträge.

An den Streiktagen plant easyJet, alle Flüge wie geplant stattfinden zu lassen. Notfalls soll Personal eingeflogen werden. "Aus unserer Sicht wird niemand von dieser Aktion profitieren", sagt easyJet-Sprecher Oliver Aust und macht den streikenden Mitarbeitern wenig Hoffnung. Schließlich seien die Verhandlungen seit Mitte September abgeschlossen. Der Ausstand erfülle "keinen anderen Zweck als unseren Passagieren Unannehmlichkeiten zu bereiten und den Ruf der Gesellschaft zu schädigen."

Quelle: RN vom 15.10.08

easyJet-Beschäftigte im Bummelstreik

Im Streit um die geplante Standortschließung des britischen Billigfliegers easyJet am Flughafen haben am Dienstag mehrere Dutzend Beschäftigte einen Bummelstreik begonnen. Die Auswirkungen hielten sich allerdings in Grenzen.

Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wurde in Dortmund gestarteten easyJet-Flugzeugen weder Verpflegung noch Duty Free-Ware angeboten. Je Schicht beteiligten sich 28 bis 40 Menschen. Ende Oktober mit Beginn des Winterflugplans will easyJet seinen Standort Dortmund mit 111 Beschäftigten schließen. Außerdem werden sechs von elf Verbindungen ab Dortmund gestrichen.

Laut easyJet haben 76 Beschäftigte das Angebot angenommen, an anderen Standorten in Europa wie etwa Paris, Mailand oder London weiterzuarbeiten. Darunter seien alle rund 40 Piloten des Standorts. Die übrigen 35 Beschäftigen würden das Unternehmen verlassen, sagte easyJet-Sprecher Oliver Aust in London. Er betonte, dass jedem Beschäftigten ein alternativer Arbeitsplatz angeboten worden sei. Auch gehe die Abfindung für die Übrigen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus.

Mit dem Streik wollen die Beschäftigten laut Koburg Nachbesserungen bei den Auflösungsverträgen sowie bessere Alternativangebote erreichen. Ver.di fordert außerdem für easyJet in Deutschland den Abschluss von Arbeitsverträgen nach deutschem Arbeitsrecht. Bislang haben die Beschäftigten britische Arbeitsverträge. Die Streikmaßnahmen, die laut ver.di zusammen mit der britischen Gewerkschaft Unite organisiert werden, sollen in den kommenden Tagen verschärft werden.

Quelle: RN vom 14.10.08

 

 

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