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Fast 40.000 leben am Armutsrand

Armut in Dortmund

Die folgende Bilanz (Stand 30. April 2004) aus dem Sozialamt spricht Bände:

Insgesamt 37247 Menschen in Dortmund bezogen Ende April Hilfe zum Lebensunterhalt. Nicht mit einbezogen sind hierin Menschen, die in Einrichtungen leben. Zum Beispiel in Behinderten-Wohnheimen und Altenheimen.

Die meisten Sozialhilfeempfänger, nämlich 6861, wohnen in der Nordstadt, gefolgt von 3441 im Stadtbezirk Hörde, 3109 in der Innenstadt-West und 3075 im Bezirk Scharnhorst. Eine große Zahl von Empfängern, immerhin 4486, sind bezirklich nicht zuzuordnen (Asylbewerber darunter und Teilnehmer am Jobcenter).

Die wenigsten Sozialhilfeempfänger leben im Stadtbezirk Hombruch: 1271. Gefolgt von den Bezirken Aplerbeck (1449) und Huckarde (1825).

Die weitaus meisten Empfänger sind erst zwischen sieben und 17 Jahre alt, immerhin 7581. In der Gruppe der Kinder zwischen Säugling und sechs Jahre sind es 5980, gefolgt von den Erwachsenen zwischen 25 und 34 Jahren mit 5242.

Weil immer mehr alte Menschen eine Rente erhalten, die unter dem Sozialhilfe-Niveau liegt, steigt die Zahl der Bezieher laufender Leistungen nach dem Grundsicherungsgesetz. Zum 30. April waren dies 5434, davon 1349 Rentner unter 64 Jahre.

Auch hierbei das gleiche Verteilungsbild: Die demnach ärmsten älteren Menschen leben im Innenstadtbezirk-Nord: 1054. Gefolgt vom Bezirk Hörde mit 738 und Innenstadt-West mit 620.

Quelle: Ruhr Nachrichten, 25. Mai 2004

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