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Ein Wirt für 60 000 Gäste

Auf ein trauriges Rekord-Ergebnis steuert die ökumenische Wohnungslosen-Initiative "Gast-Haus statt Bank" zu. Auf ein Ergebnis, das den Zustand der ärmer gewordenen Gesellschaft in deutlicher Sprache wiedergibt: "60 000 Gäste hatten wir allein bis Ende November", sagt Werner Lauterborn, der langjährige Vorsitzende. 60 000 Gäste, die zum Frühstück an die Rheinische Straße kamen.

"Das entspricht der Zahl vom Vorjahr, aber da hatten wir die 60 000 erst Ende Dezember erreicht", so Lauterborn. Nachmittags kamen bisher weitere 15 000 Wohnungslose zum Gast-Haus. 1200 bis 1500 sind es pro Woche, 270 am Tag - vor allem gegen Monatsende, wenn Hartz IV hinten und vorne nicht mehr reicht.

Mit Sorgen blickt Werner Lauterborn auf die Feiertagsfolge in diesem Jahr. Vor dem Heiligabend ein Wochenende, der 24. ein Montag und dann noch zwei Feiertage - fünf Tage insgesamt, an denen die Dortmunder Tafel geschlossen hat. Sie ist auch Lebensmittel-Lieferant für das Gast-Haus.

Am 14. Januar 2008 wird die vorbildliche Einrichtung zwölf Jahre alt. "Mit vier Mitarbeitern und gerade einmal zwei Gästen sind wir angefangen. Bei der feierlichen Eröffnung kamen schon 100", erinnert sich der Vorsitzende.

Das Gast-Haus ist chronisch klamm, ein trauriger Zustand, den die wohltätige Einrichtung mit der Dortmunder Tafel gemein hat. Finanzielle Unterstützung bleibt also der Dauerwunsch hinter den großen Fenstern an der Rheinischen Straße 22. - bö

Spendenkonto fürs Gast-Haus: Sparkasse Dortmund, BLZ 44050199, Konto-Nummer 21029270

Quelle: Ruhr Nachrichten vom 23. Dezember 2007

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